• Blick ins Karwendeltal
  • Jenseits der 5.000
  • Gebäude mit Erddächern

Watzmann - Überschreitung

Freitag, 13. September 2019 - Sonntag, 15. September 2019

Watzmannüberschreitung (13.09. - 15.09.2019)

Die Watzmannüberschreitung ist eine herausragende Bergtour, die man einmal in seinem Leben gemacht haben möchte. Mit diesem Anreiz machten wir uns zu fünft am 13. September auf dem Weg um diese Tour anzupacken.

Entgegen der in den meisten Wanderführern vorgeschlagenen Route, die Überschreitung vom Hocheck zur Südspitze durchzuführen, wählten wir die entgegengesetzte Richtung. Dazu starteten wir am Freitagnachmittag voller Tatendrang vom Parkplatz an der Wimbachbrücke in Ramsau. Der leichte Schotterweg führte uns über mehrere Kilometer über das Wimbachgries hinauf zur Wimbachgrieshütte. Diese wunderbar gelegene Hütte war das Ziel unser ersten Tagesetappe. Hier erfreute sich dann jeder mit einer Brotzeit und einer Erfrischung an den Ausblicken der umliegenden Bergketten.

Voller Vorfreude starteten wir am nächsten Morgen zu unserem ersten Gipfel am Watzmann. Zur Südspitze (2712m) mussten wir einen Anstieg von 1400m überwinden. Während man im unteren Teil vom Anstieg einen sehr schönen Wanderweg vorfindet, wandelt sich dieser im späteren Verlauf zu einer Schotterpiste. Hier war mehrmaliges Wegrutschen keine Seltenheit. Diese Strapazen wurden jedoch mit einem wunderbaren Ausblick bei bestem Bergwetter auf der Südspitze belohnt.

Mit dem Anlegen unserer Klettersteigausrüstung begann dann hier unsere eigentliche Watzmannüberschreitung. Vorbei an schroffen Felswänden und über schöne Gipfelgrate ging es zur Mittelspitze (2713m). Hierbei konnten wir immer den unter uns liegenden Königssee bestaunen. Zu Beginn noch in Nebel gehüllt, gab er durch aufklarendes Wetter immer mehr von seiner Schönheit preis. Die Rundum Blicke ließen jeden von uns staunen.

Nach einer kurzen Rast auf der Mittelspitze ging es weiter zum Hocheck (2651m). Hier genossen wir nochmal die wunderbaren Ausblicke bevor wir uns zum Abstieg ins Watzmannhaus machten. Im Laufe des Abstieges zog es immer besser zu, was die Sicht ziemlich beeinträchtigte. Im Nebel wurden wir zuerst von herauf hallender Musik vom Watzmannhaus empfangen. In dieser frisch renovierten Berghütte feierte die DAV Sektion Oberland mit Alphörnern und Stubenmusi ihr Jubiläum. Im anschließenden Hüttenabend konnten wir somit die gelungene Überschreitung mit viel Musik feiern.

Nach dem Weckruf von den Alphörnern ging es am nächsten Morgen hinab zum Königssee. Bei schönstem Sonnenschein stiegen wir von der Kührointalm über den Rinnkendlsteig hinab nach St. Bartholomä. Über diesen wunderschönen Steig erhielten wir wieder einen freien Blick auf den Königssee. An den Ufern des Königssees genehmigten wir uns nach den ganzen Strapazen ein erfrischendes Bad. Hier konnten wir nochmal in letzter Stille diese wundervolle Landschaft genießen, ehe wir in St. Bartholomä von den unzähligen Touristen wieder in Empfang genommen wurden.

In der abschließenden Bootsfahrt über dem Königssee konnte nochmal jeder seine Erlebnisse Revue passieren lassen und die letzten schönen Eindrücke verarbeiten. Denn eines waren wir uns sicher: Die Watzmannüberschreitung muss man gemacht haben. (Richard Bergmann)

watzmann-2019.jpgwatzmann-2019-2.jpg
Loading...