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Großvenediger

Sonntag, 07. August 2016 - Dienstag, 09. August 2016

3 Tage, 4 Gipfel, 5 leidenschaftliche Bergkameraden

Verständlicherweise war unsere Euphorie bei der Vorbesprechung, einen Sonntag vor der Tour, in der neuen Kletterhalle noch nicht sehr hoch, da in diesem Jahr das Wetter kein Freund der Bergsteiger ist. Draußen ging gerade ein heftiges Gewitter nieder und wir bangten ob was aus unserer Tour werden würde. Je näher der Tourtermin rückte, um so positiver wurde die Wetterprognose für uns. Genau unser Gipfeltag würde der schönste Tag werden. Alles lief wie geplant: Abfahrt am Sonntag um 6 Uhr. Birgit, Norbert, Helmut, Rainer und ich machten uns auf den Weg, unser Ziel Matreier Tauernhaus. Wir waren früh drann und konnten ganz entspannt den Aufstieg zur Neuen Prager Hütte genießen. Unterwegs mutmaßten wir schon welche der Berge, die wir im Auftieg sahen, morgen von uns bestiegen werden würden. Am Montag Frühstück um 6 Uhr und um 6.45 Uhr Abmarsch bei Kaiserwetter.

Dreieinhalb Stunden später standen wir auf dem Gipfel des Großvenediger. Wir hatten es geschafft, so ein Glück zu haben, genau dieser Tag, der seit Monaten als Gipfeltag geplant war.

Uns war allen bewust, dass unsere Tour noch lange nicht vorbei war. So ging es weiter zum Rainerhorn. Wer hat schon das Glück mal auf einem Berg zu stehen der seinen eigenen Namen trägt. Nach dem Abstieg vom Rainerhorn stärkten wir uns erstmal mit einer Brotzeit. Wir konnten schon unser nächstes Ziel, den Hohen Zaun, vor uns sehen. Also marschierten wir weiter auf den nächsten Dreitausender. Nun ging es noch in Richtung unseres vierten Dreitausenders, der Kristallwand. Endlich am Fuß der Kristallwand angekommen, waren wir froh, nach ca. 8 Stunden Gletschermarsch die Steigeisen und das Seil ablegen zu können. Der letzte Gipfelanstieg des Tages. Die Tour hatte es bis dahin schon in sich, es wartete aber noch der Abstieg mit einem Klettersteig an der Kristallwand und der restliche Weg zur Badener Hütte.

Da war sie wieder die Leidenschaft. Immer mehr gelüstete es uns nach den kühlen Getränken, die uns auf der Hütte erwarten würden, denn vom lauwarmen Wasser in unseren Rucksäcken hatten wir langsam genug. Kurz nach 17.00 Uhr hatten wir dann die Badener Hütte errreicht und waren froh.

Was für Glück wir mit dem Wetter hatten wurde uns erst beim Abstieg bewust. Am Dienstag Morgen war es schon bewölkt und am Aufstieg zum Löbbtörl begann es zu regnen. Der Regen sollte uns den ganzen Abstieg begleiten und wurde immer stärker.

Danke an meine vier leidenschaftlichen Bergkammeraden.

Bericht + Fotos: Andreas Jährig

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