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Alpinklettern Grundkurs

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Freitag, 19. Juni 2015 - Sonntag, 21. Juni 2015

Unterwegs in hohen Wänden und an langen Graten - hier muss sich der Kletterer auf weit mehr fokussieren als „nur“ die nächsten Quadratzentimeter des zu kletternden Felsens.  

Anders als beim Sportklettern in unseren Gefilden, sind die Anforderungen im Gebirge meist umfangreicher und verlangen eine gründlichere Vorbereitung. Auch wenn die technische Schwierigkeiten der gewählten Tour unter denen liegen, die man beim Sportklettern an die Wand bringt, kommt es mit der Orientierung in der Wand, Zu- und Abstieg, moralischen Ansprüchen, Kenntnissen zu Standplatzbau, Absicherung usw. zu einer komplexen Unternehmung.  

Um der ersten eigenen Felsfahrt im Gebirge eine solide Basis zu bieten, habe ich mich heuer entschieden einen „Grundkurs Alpinklettern“ anzubieten. Schnell waren vier Teilnehmer beisammen und der Plan, das Ganze auf der Tannheimer Hütte zu veranstalten klang soweit vielversprechend. Aber eine angekündigte, handfeste Kaltfront pünktlich zum Kurs erforderte Flexibilität und so wurde kurzerhand das Konzept geändert und der erste Teil fand im heimischen Konstein statt.  

Ein kompletter Tag, gefüllt mit den Basics, die im Gebirge von Nöten sind. Angefangen von den Knoten, die über das Sportklettern hinausgehen, Standplatzbau, Seilkommandos, Abseilen und Seilschaft in Aktion, bis hin zum Platzieren von mobilen Sicherungsgeräten, wie Friends und Keilen, war einiges geboten und die Teilnehmer waren am Abend angereichert mit den wichtigsten Grundlagen. Bis zum zweiten Teil des Kurses, der uns dann zu einer Tour ins Gebirge führen sollte, hatten sie nun die Möglichkeit das Erlernte an unseren heimischen „Mehrseillängen-Touren“ zu vertiefen und die Abläufe einzuschleifen. 

Der erste Termin für den Gebirgsteil fiel dann wieder einer instabilen Wetterlage zum Opfer. Aber man konnte letztenendes an einem anderen Wochenende doch noch zu einer unmenschlichen Uhrzeit frühmorgens in Eichstätt aufbrechen und die Fahrt ins Dammkar im Karwendel antreten. Der Predigtstuhl mit seinem Südwestpfeiler, moderaten Schwierigkeiten, geklebten Standplatzringen und acht Seillängen, bietet eine optimale Tour zum Einstieg ins Alpin-Geschäft.

Ein sportlicher Zustieg führt uns über die Dammkarhütte zu unserer Wand. Die Linie wird nochmal verinnerlicht und die Wand mit dem Topo verglichen. Wir legen das Material an wiederholen kurz die Vorgehensweise. Jeder soll ein paar Mal vorsteigen und selbstständig die Linie finden. Wir sind die einzigen in der Tour und können ohne Stress klettern. An den Standplätzen kann ich noch den einen oder anderen Tipp geben, aber die Jungs kommen gut zurecht.

Nach drei Stunden stehen wir bereits am Gipfel und steigen wieder über die Dammkarhütte ab, wo es noch ein Bier und Brotzeit gibt. Die für den Nachmittag angekündigten Gewitter machen sich bereits durch dunkle Quellwolken und Donnern bemerkbar, aber wir kommen ohne einen einzigen Tropfen abzukriegen am Abend wieder in Eichstätt an. 

Ich kann auf einen gelungenen Kurs mit motivierten Teilnehmern und einer schönen Abschlusstour zurückblicken.

Vielen Dank an Andi G., Anton W., Simon B. und Andi L.

Bericht und Bilder: Markus Wittmann

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