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Das Märchen von der Tourengruppe

Samstag, 31. Oktober 2015

Es war einmal vor langer langer Zeit (um genau zu sein am 31.10.2015) eine Gruppe von fünf Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 28 Jahren. Ihre Namen waren Silja, Samira, Johannes, Jan und Michael. Diese machten sich aufgrund des herrlichen Herbstwetters um 5.30 Uhr kurzerhand im Rahmen einer Bergtour der Tourengruppe der JDAV Eichstätt auf in das schöne Tirol, um im Wilden Kaiser den dritthöchsten Gipfel, den Treffauer, zu besteigen.

Die Fahrt führte die Gruppe bei Zitronen- und veganem Schokokuchen durch dichten Nebel, an dessen oberer Grenze gegen 9.00 Uhr das Ziel, der Jägerwirt in Scheffau, erreicht wurde. Hier traf sie auf einen weiteren Bergverrückten, dessen Name Benedikt war, welcher die Gruppe nun vervollständigte. Komplett zogen sie dann auch los, die Sonne bereits in den Felswänden direkt voraus, den Nebel im Tal im Rücken. Kein Wölkchen an diesem Tag am Himmel erkennbar ging es für sie vorbei an der Wegscheid und einem ausgetrockneten Wasserfall. Das Schneekar links liegen lassend weiter steil gen Gipfel. Auf halber Strecke, nachdem nun auch die Häupter der Gruppe von der Sonne beschienen wurden, legten sie eine Rast ein, um überflüssige Bekleidungsartikel los zu werden und sich etwas zu stärken. Weiter trieb es sie nun über steile Geröllhänge, mal sanft ansteigende, mal steile felsdurchsetzte Wiesen, immer weiter gen Gipfel. Diesen erreichten sie dann nach etwa 3,5 Stunden mit leichten Kletterstellen über den steilen Grat. Am Gipfel gönnten sie sich nun neben weiteren bereits angekommenen Bergsteigern ihre mitgebrachten Speisen und philosophierten über vegane Ernährung. Begleitet wurde die sehr ausgiebige Mittagspause mit dem Schießen von Fotos und dem Beobachten der teils sehr neugierigen und gleichermaßen frechen Bergdohlen.

Nach ausreichender Stärkung zog es die Gruppe wieder zurück ins Tal. Wieder über steile Geröllhänge, mal sanft abfallende, mal steile felsdurchsetzte Wiesen. Ein Mitglied blieb beim Abstieg an einer Felsnase hängen und verletzte sich. Die Verletzung wog aber nicht so schlimm, wie aufgrund der Blutspuren zunächst angenommen. Zwei weitere Mitglieder hatten etwas Probleme damit in den Geröllfeldern die Steine liegen zu lassen. Hierdurch entstand innerhalb der Gruppe eine Diskussion über Sinn und Unsinn von Helmen auf solch einer Tour. Weiter ging es, wieder vorbei am Schneekar, diesmal rechts liegen lassend, am ausgetrockneten Wasserfall vorbei, durch welchen einige geistige Klettertouren legten, zurück Richtung Wegscheid. An der Wegscheid wuschen sich einige die Schweißablagerungen des gesamten Tages ab und füllten ihre Trinkgefäße wieder mit „frischem“ Wasser auf. Langsam verschwand die Sonne immer weiter und weiter. Zu ihrem Glück stieß die Gruppe noch auf eine sonnige Terrasse, auf der sie die schöne erfolgreiche Tour bei einem kühlen Getränk ausklingen ließ und den Blick auf die untergehende Sonne inmitten einer grandiosen Bergwelt genoss.

Zurück am großen weißen Gefährt gab es wieder Kuchen, der vom Morgen noch übrig war. Hierbei stellte einer aus der Gruppe die These auf, dass der vegane Schokokuchen ohne Zucker vom Geschmack her mit Whiskey zu vergleichen sei, was wohl im Nachgang der Tour noch einmal überprüft werden sollte. Die Heimfahrt verlief wie die Hinfahrt ohne Zwischenfälle, sodass alle am frühen Abend wieder zu Hause waren, um sich auf den folgenden Muskelkater vorzubereiten. Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute!

PS: Bist du mindestens 14 Jahre alt, interessiert daran in die Berge zu gehen und willst Mitglied im nächsten Märchen werden? Dann solltest du unserer Tourengruppe beitreten!

Bericht: Michael Hiermeier

Fotos: Michael Hiermeier & Samira Hausen

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