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Martell-Tal

Montag, 06. März 2017 - Mittwoch, 08. März 2017

Schneeschuh-Expedition im Martell-Tal
Am Montag den 6.März machten sich vier unerschrockene Schneeschuhbergsteiger auf den weiten Weg ins Vinschgau, um auf der Zufallhütte drei Bergtage zu verbringen. Der Wetterbericht versprach ein Gemisch aus Bewölkung und Sonnenschein. Der Lawinenlagebericht lag bei max. Stufe 3. Die Stimmung war gut, die Planung besser und mit der störungsfreien und zügigen Anreise war alles am besten. Noch am Nachmittag wurden die Schneeschuhe angeschnallt, um damit das Gelände um die Hütte und eine Zustiegsroute für eine mögliche Gipfeltour am nächsten Tag zu erkunden. Der Wetterbericht für Dienstag ließ dann nichts Gutes mehr erwarten. Bewölkt war es den ganzen Tag, der Wind nahm mit jedem Höhenmeter zu und erreichte auch mal „Sturmniveau“ und die Lawinenlage hatte sich zumindest nicht erhöht. Da wir ja am Vortag schon eine Zustiegspur zu unserem Wunschgipfel getreten hatten, gingen wir noch voller Elan von der Hütte weg um, so der Vorsatz, bei geeigneten Bedingungen einen Gipfel zu erklimmen. Unsere Spuren waren allerdings alle "vom Winde verweht“ und so mussten wir von Anfang an alles neu spuren. Auch eine überlegte Routenwahl war bei der Lawinenwarnstufe 3 angesagt und bescherte uns so manchen Meter mehr an Weg. Als wir auf über 3000 Hm angekommen waren, lag nur noch der schwer einsehbare und steile Gipfelaufstieg vor uns. Mit dem immer stärker werdenden Winden und dem immer schwerer zu beurteilenden Schnee entschlossen wir uns, den Gipfelanstieg nicht anzugehen. Alle waren froh, als wir am frühen Abend wieder sicher und durchgefroren auf der Hütte ankamen. Die Frust-Planung  für den Heimreisetag bestand aus einer kleineren Vormittagsrunde im Gelände, dem Hüttenabstieg und der Heimfahrt. Als am Morgen allerdings nur noch blauer Himmel zu sehen war gab`s nach kurzer Diskussion kein Halten mehr. Unser Gipfelziel wurde greifbar. Bei gutem Schnee und perfektem Wetter ging's zügig unserem Ziel, der Madritschspitze (3.265 m), entgegen. Die Spurenlage einschl. des Gipfelhanges war vertretbar sicher zu legen und noch vor der Mittagszeit standen wir bei bester Fernsicht alleine auf unserem Gipfel. Nach sehr, sehr flottem Abstieg und einem Kaiserschmarrn auf der Hütte ging's zufrieden ins schöne Altmühltal zurück.
Bericht und Fotos: Andreas Jährig

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