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Schneeschuhtouren um das Meissner Haus

Freitag, 03. Februar 2017 - Sonntag, 05. Februar 2017

Schneeschuhtourenbericht Meissener Haus 3. - 5. Februar 2017
Statt wie in den vergangenen Jahren auf altbekannten Pfaden zu wandeln, hieß es in diesem Jahr: Auf zu neuen Höhen. Die ursprünglich für die Tour vorgesehene Schwarzwasserhütte war wegen einer zugefrorenen Abwasserleitung geschlossen und es musste Ersatz gefunden werden. Nach etlichen Telefonaten von Andreas fanden wir zum Schluss ein Ausweichquartier im Meissener Haus in den Tuxer Alpen.
Und so trafen sich an einem Freitag in aller Frühe fünf unerschrockene Schneeschuhwanderer. Nach unproblematischer Anreise und knapp 2 Stunden Hüttenaufstieg konnten wir uns bei den Hüttenwirten Sven und Clara erstmal für den weiteren Tag stärken. Bei Sonnenschein ging es steil bergauf, immer dem Gipfelkreuz entgegen. Dieses entpuppte sich als das Lanser Kreuz (2110 m) und nicht als das der Viggarspitze – egal, ein Gipfelfoto und ein Gipfelschnaps waren allemal drin.
Für Samstag war ab Mittag Wetterverschlechterung mit Wolken und Starkwind angesagt. Deshalb ging es früh los Richtung Morgenkogel (2607 m). Mit zunehmender Höhe nahm der Wind spürbar zu, Schnee- und Eiskristalle sorgten für rosige Wangen. Ohne Meckern und Murren trotzten wir den Widrigkeiten der Natur und folgten unserem Expeditionsleiter über Stock und Stein bis zum Gipfel. Wohl dem, der über ausreichend eingebauten Ballast verfügte, alle anderen wären wohl davongeblasen worden. (Die Messstation am nahe gelegenen Patscherkofel zeigte zum fraglichen Zeitpunkt durchschnittlich ca 100 km/h Windgeschwindigkeit an, in Böen bis 120 km/h). Kein Wunder, dass wir an diesem Tag die einzigen am Gipfel waren, alle anderen kehrten vorzeitig um.
Nach einem ausgiebigen Frühstück stand für den Sonntag nur noch eine entspannte Wanderung Richtung Viggaralm-Hochleger an. Da hieß es nochmal: etwas Sonne tanken, die Aussicht geniessen, neue Ziele in Augenschein nehmen. Mittags waren wir wieder an der Hütte, nach einer längeren Pause ging es weiter zum Auto und dann mit Zwischenstopp am Irschenberg zurück nach Eichstätt.
Fazit: Schee wars.
Ein Gaisburger Marsch hat nix mit Wandern zu tun.
Auf Boscheben sollte man das Bier aus der Flasche trinken.
anonymus

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