Sektionswochenende auf der Glorerhütte
Traumwetter beim Sektionswochenende auf der Glorer Hütte
Bestes Bergwetter, eine starke Truppe…
Samstag, 26. September 2026 - Sonntag, 27. September 2026
Sonnkaiser-Höhenweg bei bestem Spätsommerwetter
Vier BergsteigerInnen, eine Wanderleiterin und ein gemeinsames Ziel: das Stripsenjochhaus. Bei bestem Spätsommerwetter starteten wir unsere Tour von Kufstein-Sparchen aus, auf dem Sonnkaiser-Höhenweg – und schon bald war klar: Heute würde es nicht nur landschaftlich, sondern auch höhenmetermäßig ordentlich zur Sache gehen. Schon bei der ersten Rast, der Ritzaualm hatten wir rund 650 HM hinter uns gebracht.
Über Vorderkaiserfelden führte uns der Weg führte durch die beeindruckende Bergwaldlandschaft des Zahmen Kaisers, immer wieder mit Blick auf die Wände des Wilden Kaisers. Dunkelrote Ebereschenbeeren leuchteten vor strahlendblauem Herbsthimmel, Herbststimmung pur, dazu immer wieder grandiose Ausblicke, bei denen man fast vergessen konnte, was die Beine inzwischen geleistet hatten. Aber getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ – ging es stetig weiter bergauf und bergab. Auf der Hochalm, nach mittlerweile 10 km, nochmal eine letzte Stärkung und sehr motiviert durch die Scherze des Almwirts ging´s dann zur letzten Etappe.
Noch ein herausfordernder Anstieg und wir erreichten schließlich nach ca. 8 Std. das Stripsenjochhaus. Dort hieß es: Rucksack ab, Schuhe aus, ankommen und den Abend genießen. Und der hatte noch eine ganz besondere Überraschung für uns parat: Genau an diesem Samstag war Vollmond. So konnten wir ein seltenes Naturschauspiel erleben – fast gleichzeitig versanken die letzten Sonnenstrahlen hinter den Bergen und der Vollmond stieg am gegenüberliegenden Bergkamm am Himmel auf. Nicht nur wir machten ein Foto nach dem anderen … Für diesen Anblick hatte sich jeder einzelne Höhenmeter gelohnt!
Am nächsten Morgen wartete mit dem Abstieg zum Anton-Karg-Haus und dem Aufstieg zum Bettlersteig noch ein weiterer abwechslungsreicher Abschnitt auf uns. Auf Waldwegen und Steigen ging es schließlich über die neuen Holzstufen des Bettlersteiges auf die Hochebene zur Mittagsrast. Was für ein Ausblick! In Steinberg, ein Kleinod im Kaisergebirge dann noch ein letztes Radler um zum Schluss mit dem Kaiserlift knieschonend ins Inntal hinunter zu gleiten.
Am Ende waren wir uns einig: Es war eine ausdauernde und fordernde Tour. Aber die Landschaft, die Ausblicke, das gemeinsame Unterwegssein und vor allem dieser besondere Vollmondabend machten die Tour zu einem Erlebnis, das uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Isolde