Winterbegehung Höhenglücksteig

Sonntag, 18. Januar 2026

Winterbegehung Höhenglücksteig – kalt, eng & extrem lecker

8 Uhr morgens, Pendlerparkplatz Manching. Fünf mehr oder weniger ausgeschlafene Gestalten, ein klarer Plan und eine Propanflasche, die wichtiger ist als jedes Sicherungsgerät. Ab geht’s in die Hersbrucker Schweiz – Ziel: Höhenglücksteig. Tradition verpflichtet.

Die Bedingungen? Bilderbuch! Schnee, Eis, knackige Minusgrade und Sonne satt. Genau das Zeug, bei dem man sich fragt, warum man nicht einfach daheim bleibt – und es dann trotzdem liebt. Offenbar spricht sich unser Winterwahnsinn langsam rum, denn der Thali von der Sektion Eichstätt-Neuburg bleibt nicht unbemerkt. Einsamkeit? Fehlanzeige.

Der Höhenglücksteig ist zum Glück sehr entgegenkommend: Wer heute keinen Bock auf Heldentaten hat, umgeht die schweren Stellen einfach elegant. Drei Abschnitte, zig Ein- und Ausstiege und unten ein Wanderweg für Begleitpersonen, die lieber zuschauen, fotografieren oder schlaue Sprüche klopfen. Service deluxe!

Am Schleiferplatz wird kurz verschnauft und die Aussicht abgefeiert, bevor wir uns auf verschneitem Pfad in Teil zwei stürzen. Dort wartet auch schon der heimliche Star des Tages: die Frankenkammer. Der Durchschlupf in die untere Höhlenkammer ist mit Rucksack ungefähr so komfortabel wie ein Winterreifenwechsel im Telefonhäuschen. Eng, dunkel, lustig – aber alle kommen wieder raus. Mehr oder weniger elegant.

Am letzten Gipfel noch eine kurze Lagebesprechung („alle noch da?“), dann geht’s entspannt über den markierten Wanderweg zurück Richtung Parkplatz bei Hegendorf. Bonusinfo für Nerds: Jede Menge richtig guter Boulderblöcke. Man merkt sich das.

Und dann der eigentliche Höhepunkt der Tour: Propan an, Wasser heiß, Weißwürste rein. Dazu frische Brezen und verdammt gutes BIO-Dinkelbier. Wer jetzt noch meckert, hat die Kontrolle über sein Bergleben verloren.

Fazit: kalt, eng, anstrengend – und wieder einmal absolut sauguad.

Thali

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