Ankletterparty in Konstein
Hallelujah – was für ein Wochenende in Konstein!
Blauer Himmel, Sonne satt und Temperaturen…
Samstag, 25. April 2026 - Sonntag, 26. April 2026
Hallelujah – was für ein Wochenende in Konstein!
Blauer Himmel, Sonne satt und Temperaturen wie bestellt – besser hätte man sich die Ankletterparty 2026 wirklich nicht backen können. Im Urdonautal wurde geschniegelt, geflucht und gekämpft, was das Zeug hält. Vom Dohlenfelsen hallte es dramatisch herunter: „Ich hasse dich, Steffen!“ – ob das noch zum Projekt gehört oder schon zur Therapie, bleibt ungeklärt.
Der Parkplatz? Natürlich rappelvoll. Aber mit etwas Kletter-Instinkt (und vermutlich leicht illegaler Parktechnik) konnten wir uns am späten Nachmittag doch noch einen Premium-Spot sichern. Und dann ging’s los: vier Grills, fast 30 Outdoor-Enthusiasten und Essen, als hätten wir heimlich eine Kochshow angemeldet. Fisch, Spareribs aus dem Dutch Oven, fränkische Bratwürste, Gemüse, Käse – kurz gesagt: Alles, was nicht schnell genug weglaufen konnte, landete auf dem Rost. Gourmet-Level: Basecamp Deluxe.
Wichtige Erkenntnis des Wochenendes: Wer länger als fünf Sekunden in die Runde schaut, wird angesprochen und bekommt ein Bier in die Hand gedrückt. Funktioniert hervorragend – spart Smalltalk und reduziert den Rücktransport von Getränken auf ein Minimum.
Als dann die letzten Helden vom Fels zurückkehrten (mehr oder weniger aufrecht), wurde die Feuerschale entfacht. Innerhalb kürzester Zeit saßen alle im perfekten Lagerfeuerkreis – fast schon kitschig. Adrian hatte sich nicht lumpen lassen und eine Playlist plus Gitarre am Start. Ergebnis: Stimmung wie im Bergfilm, nur mit mehr Bier und weniger Drehbuch. Applaus nach jeder Einlage inklusive.
Gefeiert wurde bis tief in die Nacht. Einige entschieden sich für das Abenteuer „Open-Air-Biwak bei gefühlten 2 Grad“. Oder wie wir sagen: Wer friert, hat falsch gepackt.
Sonntagmorgen: kollektives Erwachen irgendwo zwischen „Kaffee!“ und „Warum tu ich mir das an?“. Mindestens ein, eher zwei Bialetti später sah die Welt schon besser aus. Dazu die obligatorischen Rühreier mit Speck – kulinarische Erste Hilfe für Kletterer.
Ein paar Unermüdliche zog es nochmal an den Fels – Burgstein, Weiße Wand, Hintere Konsteiner oder Felsengarten. Und ich? Ich konnte endlich das Projekt „Schnipplfinger“ (7. Grad) abhaken. Projektschlaufe weg, Stolz da – so muss das.
Fazit: Muskelkater, volle Bäuche, leere Bierkästen und richtig gute Erinnerungen.
Feuer frei – bis nächstes Jahr. Und denk dran: Es liegt an dir.
Thali